Freitag, März 04, 2005
Nationaler Polizeiindex
Doch noch kein AT StGB
Dass die beschlossene Revision eine gesetzgeberische Fehlleistung ist, dürfte weitgehend unbestritten sein. Aufhorchen lassen müsste hier aber, dass die Strafverfolgungsbehörden, die offenbar den Anstoss zur Revision der Revision gegeben haben, über die Macht verfügen, Entscheidungen des Gesetzgebers umzustossen.
Hausdurchsuchung durch Swissmedic
'Anders verhält es sich mit der Beschwerde gegen die Durchsuchung. Diese Zwangsmassnahme ist längst durchgeführt und abgeschlossen. Soweit die
Beschwerdeführerin die „Aufhebung des Durchsuchungsbefehls“ verlangt, ist deshalb schon mangels eines anfechtbaren Gegenstands auf die Beschwerde nicht einzutreten (HAURI, Verwaltungsstrafrecht, Motive – Doktrin - Rechtsprechung, Bern 1998, Art. 28 Ziff. 1; Entscheid des Bundesstrafgerichts BK_B 075/04 vom 8. November 2004). Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Überprüfung der gerügten Rechtsverletzung ohne aktuelles praktisches Interesse im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 118 IV 67, 69 E. 1 d) sind hier ebenfalls nicht erfüllt. Zwar ist die rechtzeitige gerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich, indessen fehlt es hier an der grundsätzlichen Bedeutung und am entsprechenden hinreichenden öffentlichen Interesse' (E. 1.3).
Mittwoch, März 02, 2005
Todesstrafe verfassungswidrig
Dienstag, März 01, 2005
Wohnungsdurchsuchung und Beschlagnahme eines Mobilfelefons verfassungswidrig
Dienstag, Februar 22, 2005
Überwachungshysterie im Ständerat
In einem Land ohne Verfassungsgerichtsbarkeit lassen einen solche Vorstösse das Blut in den Adern gefrieren.
Durchsuchung von Redaktionsräumen verfassungswidrig
Montag, Februar 21, 2005
Alexander Falk
Samstag, Februar 19, 2005
Durchsuchung einer Anwaltskanzlei verfassungswidrig
Montag, Februar 14, 2005
Begünstigung?
Gemäss heutiger Ausgabe der Solothurner Zeitung hat das Obergericht des Kantons Solothurn die Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters nun aufgehoben. Damit muss das Untersuchungsrichteramt das eingestellte Verfahren wieder aufnehmen und abklären, wer sich allenfalls der Begünstigung strafbar gemacht haben könnte. Ob der Fall trotz des Urteils des Obergerichts je an den zuständigen Richter überwiesen wird, darf bezweifelt werden.
Samstag, Februar 12, 2005
Staubsauger in Tiefgarage sich selber überlassen
Freitag, Februar 11, 2005
Nach Genesis und Falcon die nächste Welle
Donnerstag, Februar 10, 2005
Behring bleibt in Haft
Untersuchungsrichter Weisungen von Seiten der Anklagebeörde zu befolgen hätte oder wenn er in der Folge in der gleichen Sache Anklagefunktionen
ausüben könnte. Wie bereits dargelegt, ist dies beim Eidg. UR nicht der Fall."
Sonntag, Februar 06, 2005
Superstrafverfolgungsbehörde Bundesanwaltschaft
Daraus kann natürlich nicht den Bundesanwälten ein Vorwurf gemacht werden. Schuld ist hier allein die Politik, die zu wenig Straftatbestände schafft, um die Superbehörde auszulasten. Kein Wunder, dass sie sich erfolgreich der Beschäftigungstherapie widmet (s. die Beiträge vom 02.02.2005 und vom 02.02.2005).
Samstag, Februar 05, 2005
"Möglicherweise und zum Teil nicht immer mit der angebrachten Sachlichkeit"
Freitag, Februar 04, 2005
Eine Klageschrift gegen Anwälte
Stop and Search Manual
Mittwoch, Februar 02, 2005
Beschäftigungstherapie zum zweiten
Wenn sich der Staat selbst beschäftigt ...
Interessant sind die Erwägungen zu den Kosten. Die Bundesanwaltschaft machte CHF 6,000.00 geltend, konnte diese aber nicht begründen. Als angemessen erschienen dem Einzelrichter CHF 300.00 mit dem Hinweis, dass das Verfahren an den Kanton Aargau hätte abgetreten werden können, wo es mittels Strafbefehl erledigt worden wäre.
Dienstag, Februar 01, 2005
Guantanamo Prozesse
"Although this nation unquestionably must take strong action under the leadership of the commander in chief to protect itself against enormous and unprecedented threats, that necessity cannot negate the existence of the most basic and fundamental threats for which the people of this country have fought and died for well over 200 years."
"It would be far easier for the government to prosecute the war on terrorism if it could imprison all suspected 'enemy combatants' at Guantanamo Bay without having to acknowledge and respect any constitutional rights of detainees. That, however, is not the relevant legal test. By definition, constitutional limitations often, if not always, burden the abilities of government officials to serve their constituencies."
Die Memorandum Opinion vom 31. Januar 2005 umfasst 75 Seiten und ist hier abrufbar.
Montag, Januar 31, 2005
Steuerstrafrecht und internationale Amtshilfe in Steuersachen
Sonntag, Januar 30, 2005
Legale und illegale Auskunftsbegehren
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Provider gesetzestreuer verhalten als die Polizisten und dass die Richter endlich über eine konsequentere Anwendung der Beweisverbote nachdenken.
Donnerstag, Januar 27, 2005
Fussball-WM 2006: Fans unter Generalverdacht
Mittwoch, Januar 26, 2005
13 Staatsanwälte und ein neuer Oberrichter für den Kanton Solothurn
Im Medienrummel um diese Wahlen ist beinahe untergegangen, dass der Kantonsrat auch einen neuen Oberrichter gewählt hat. Gewählt wurde aus einem Zweiervorschlag ein Amtsgerichtspräsident, der an seiner bisherigen Wirkungsstätte eine schwer zu füllende Lücke hinterlässt.
Dienstag, Januar 25, 2005
nemo tenetur
Mittwoch, Januar 19, 2005
DNA-Profil-Gesetz
Samstag, Januar 15, 2005
10 Jahre für Graner
Abu Ghraib
Freitag, Januar 14, 2005
Einmischung in die Gerichtsbarkeit?
Ähnliche Kritik wurde laut bei der Frage nach der Aufsicht über die Bundesanwaltschaft. Dort wurde allerdings nicht die Legislative der Missachtung der Gewaltenteilung bezichtigt, sondern die Exekutive (vgl. dazu den Beitrag vom 20.12.2004).
Man mag ja über den Wahlvorschlag der Juko denken wie man will, aber mit einer Einmischung in die Gerichtsbarkeit hat die Nichtberücksichtigung eines bisherigen Untersuchugsrichters meines Erachtens schlicht nichts zu tun. Die Staatsanwälte gehören nun mal nicht der Gerichtsbarkeit, sondern der Exekutive an. Gewählt werden sie richtigerweise von der Legislative.
Solothurnische Staatsanwälte
THC-Konzentration
Freitag, Januar 07, 2005
Willkürlicher Abschreibungsbeschluss
Donnerstag, Januar 06, 2005
Vernichtung beschlagnahmter Hanfpflanzen
Mittwoch, Dezember 29, 2004
Neue Entscheide des Bundesstrafgerichts online
Mittwoch, Dezember 22, 2004
Habeas Corpus
Dienstag, Dezember 21, 2004
Lull und lall
Auch Deutschland stellt die Frage nach den Grenzen der Kunstfreiheit. Gemäss der Süddeutschen hat ein Berliner Gericht dem öffentlich-rechtlichen Sender SWR 3 einen Maulkorb verpasst und damit die Persönlichkeit des serienmässig verballhornten DFB-Präsidenten über die Kunstfreiheit gestellt.
'Die Richter notierten, der SWR behaupte mit seiner Comedy-Serie, Mayer-Vorfelder sei "stets und ständig angetrunken" und spreche auch "bei Ausübung seiner Amtsgeschäfte als DFB-Präsident" ständig dem Alkohol zu. Dies sei falsch, wandte Mayer-Vorfelder ein, und der neunte Zivilsenat des Kammergerichtes folgte ihm: "Dass die aufgestellte Tatsachenbehauptung unwahr ist, hat der Antragsteller glaubhaft gemacht." ' MV darf nun auch nicht mehr Mblau genannt werden.
Montag, Dezember 20, 2004
Die Rolle der Staatsanwaltschaft
"19. Die Staatsanwälte müssen Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Richter strikt beachten; sie dürfen insbesondere die gerichtlichen Entscheidungen nicht in Frage stellen oder ihre Vollstreckung behindern; davon ausgenommen sind die Ausübung von Rechtsmitteln oder ähnliche Verfahren." (Vorläufige nichtamtliche Übersetzung der französischen Fassung)
Heinrich Koller zur Aufsicht über die Bundesanwaltschaft
Der Direktor des Bundesamts für Justiz begründet in der heutigen NZZ den Entscheid des Bundesrats, die Bundesanwaltschaft neu der ungeteilten Aufsicht des EJPD zu unterstellen. Seine Ausführungen verdienen volle Zustimmung. Die Gewaltentrennung, welche einige Experten durch das neue Modell gefährdet sahen, verlangt in erster Linie eine unabhängige Justiz, zu der eine Anklagebehörde trotz ihrer Rechtspflegefunktionen nun mal nicht gehört.
Leider kann ich keinen Link auf den Artikel setzen, da er auf NZZ Online auch für Abonnenten nicht zugänglich ist. Die NZZ hat sicher gute Gründe dafür
Daschner rechtskräftig verurteilt
Samstag, Dezember 18, 2004
Eventualvorsatz auf rasantem Vormarsch
Freitag, Dezember 17, 2004
OYEZ OYEZ OYEZ
Donnerstag, Dezember 16, 2004
Writ of Habeas Corpus
Wie lange dauert ein Augenblick?
Anciennitätsprinzip am Bundesgericht?
Montag, Dezember 13, 2004
FindLaw Legal News: War on Terrorism
Samstag, Dezember 11, 2004
Staatsanwalt will Anbau von "Drogenhanf" generell verbieten
Der Ball liegt nun beim Obergericht. Der Staatsanwalt droht mit einem neuerlichen Gang nach Lausanne, wenn er der obergerichtlichen Begründung keine neuen Erkenntnisse entnehmen kann.
Freitag, Dezember 10, 2004
Netzwerkkriminalität verstärkt bekämpfen
Mittwoch, Dezember 08, 2004
Roschacher will bleiben - aus Verantwortung und Pflichtgefühl
Dienstag, Dezember 07, 2004
Dopingmissbrauch bestrafen
Montag, Dezember 06, 2004
... und hier noch der Tagi zu den Fan-Festnahmen
Zeichen setzen durch Massenfestnahmen
Noch konsequenter wäre nur noch, rund um Fussballspiele auch keine Polizeigewalt zu tolerieren. Aber dazu fehlen die geeigneten Sicherheitskräfte.
Sonntag, Dezember 05, 2004
Unabhängigkeit der Bundesanwaltschaft
Samstag, Dezember 04, 2004
Legalswiss Linksammlung
Donnerstag, Dezember 02, 2004
Keine Beschwerde gegen Hausdurchsuchung
Freitag, November 19, 2004
Daschner-Prozess
Dienstag, November 16, 2004
Search Statewatch database
Bestätigung der Rechtsprechung zur Strafantragsfrist
Vielleicht im dritten Anlauf?
Auseinandersetzung mit der einhelligen Lehre, seiner eigenen Rechtsprechung und der Gesetzessystematik der Walliser StPO, in Verkennung der grundlegenden Unterschiede zwischen einem Schadenersatzbegehren und einer strafrechtlichen Beschwerde ein (Fehl-)Urteil gefällt zu haben, hat auch nicht geholfen. (BGE 1P.319/2004 vom 29.09.2004).
Sonntag, November 14, 2004
Haftrichter Kanton Luzern
2004 erlassen und die Strafsache (nach unterbliebener Annahme der
Strafverfügung durch den Angeschuldigten) anschliessend an das Amtsgericht Luzern-Stadt überwiesen." Der Kanton LU ist übrigens nicht der einzige, der die verfassungsmässigen Anforderungen an die Haftanordnungsverfahren nicht erfüllt. Die Schweiz ein Rechtsstaat?
Verurteilung des Bieler Polizeidirektors aufgehoben
BGE zur Meldepflicht nach RTVG
Samstag, November 06, 2004
Downloaden ist nun auch Importieren
Donnerstag, November 04, 2004
Entschädigung von Rechtspraktikanten und jur. Angestellten
Den im konkreten Fall gewählten Ansatz für jur. Angestellte werden die Gerichte dann wohl begründen müssen. Die Klienten werden dann der Urteilsbegründung wohl entnehmen können, dass "ihr" jur. Angestellter aufgrund seiner Leistung zum Minimaltarif von derzeit CHF 85.00 entschädigt wurde. Vielleicht werden sich die Klienten auch fragen, ob die Urteilsgebühr auch "je nach Leistung" des Gerichtsschreibers bemessen wurde.
Oberstaatsanwalt
Dienstag, November 02, 2004
Noch ein Zitat aus dem eben genannten Vorschlag
Sonntag, Oktober 31, 2004
Anwalt (vor) der ersten Stunde in der EU
Freitag, Oktober 29, 2004
Abkommen Schweiz / EG ueber Betrugsbekaempfung
Donnerstag, Oktober 28, 2004
Keine Beschwerde gegen Hausdurchsuchungen
Dienstag, Oktober 26, 2004
Verjaehrungseintritt zwischen Urteilsfällung und Urteilseröffnung?
Samstag, Oktober 23, 2004
Ueberwachungsstatistik
Donnerstag, Oktober 21, 2004
Das Image der Kantonspolizei Solothurn ...
Mit dieser Logik hätte keine Studie gar nichts gekostet und wäre auch zum gleichen Ergebnis gekommen. Vor allem aber hätte keine Studie die Kantonspolizei (und die Uni Bern) nicht der Lächerlichkeit preisgegeben.
Pornografie-Entscheid im Internet
Mittwoch, Oktober 20, 2004
Das Herunterladen von Pornobildern ist strafbar
Kobik Rechenschaftsbericht online
Sonntag, Oktober 10, 2004
Registrierung von Prepaid-Karten verfehlt das Ziel
Was jeder wissen konnte oder eigentlich hätte wissen müssen, wird nun auch öffentlich zugegeben. Gemäss der heutigen Sonntagspresse kann das Ziel der Strafverfolger mit der Registrierungspflicht nicht erreicht werden. Die Artikel enthalten interessante Angaben über die Zahl der jährlichen Abhöraktionen (3.000 im Jahr 2003) und die Kosten (ca. 3.8 Mio pro Jahr im Kanton Zürich). Ob diese Zahlen stimmen und was sie genau bedeuten bleibt aber nach wie vor unveröffentlicht.
Samstag, Oktober 09, 2004
Ein weiteres "Radarfoto"-Urteil des Bundesgerichts
Freitag, Oktober 08, 2004
IFPI droht mit 459 Klagen in Europa
Samstag, Oktober 02, 2004
Amtsgeheimnisverletzung im Kanton Solothurn?
Geleastes Auto als Tatwerkzeug eingezogen
Als naechste Stufe auf dem Weg zu einer raserfreien Schweiz wird dann wohl die Strafbarkeit der Autohaendler zu prüfen sein, die solche Straftaten überhaupt erst ermöglichen und ohne jeden Zweifel auch in Kauf nehmen. Wenn wir schon dabei sind: wo hat der Raser eigentlich getankt? wer hat die Strasse gebaut?
Nein, so weit wird es dann wohl doch nicht gehen. Autos sind schliesslich nicht mit Hanf zu vergleichen und Autohaendler nicht mit schweizerischen Hanfbauern schweizerischer Abstammung.
Dienstag, September 28, 2004
Entsiegelungsgesuch der Bundesanwaltschaft gutgeheissen
Schweigen begruedet keine Fluchtgefahr
Befangenheit des Bundesgerichts?
Donnerstag, September 23, 2004
Urteil des Bundesstrafgerichts
Dienstag, September 21, 2004
Bundesgericht zur Entsiegelung von Anwaltskorrespondenz
Bundesgericht bestaetigt Verwarnung eines Anwalts
Sonntag, September 19, 2004
Zwischenbilanz zur Operation GENESIS
320 Strafanzeigen
191 Einstellungen
124 Strafbefehle
In einem einzigen Fall kam es zu einer Anklage an ein Bezirksgericht. In all den Fällen, in denen es zu unzähligen Zwangsmassnahmen gekommen war, hat somit ein einziges ordentliches Strafverfahren stattgefunden, dessen Ausgang nicht bekannt ist. Alles andere haben die Strafverfolgungsbehörden selbständig erledigt, von der Anzeige über die Durchsuchungsbefehle und die Beschlagnahmeverfügungen bis zu den Strafbefehlen. Die Gerichte blieben genau so aussen vor wie die Anbieter des pornografischen Materials.
Freitag, September 17, 2004
Ein weiterer Schlag gegen Kinderpornografie in der Schweiz?
Das Bundesamt misst seinen Erfolg offenbar in der Zahl der durchgeführten Durchsuchungen. Interessanter wäre es allerdings zu erfahren, wieviele der Verdächtigen schlussendlich in einem ordentlichen Gerichtsverfahren verurteilt wurden.