Frage: Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe kritisiert, dass mit dem Einsatz von Sozialdetektiven die Schwelle zum Schnüffelstaat überschritten werde.
Frage: Der Grenchner Rolf Mägli, der in Basel der Sozialhilfe vorsteht, rät Ihnen, an Stelle der Detektive die Polizei einzusetzen.Schnüffelei hat für mich mit Willkür zu tun. Die Detektive tun etwas ganz anderes: Sie kommen im Auftrag der Sozialhilfebehörde zum Einsatz, und zwar erst dann, wenn sich ein Verdacht bereits erhärtet hat.
[Für mich hat Schüffelei mit Ausforschungen ohne gesetzliche Grundlage zu tun, und genau das passiert hier. Wenn selbst die Polizei nur mit Zustimmung eines unabhängigen Richters und dem entsprechenden Rechtsschutz nach BVE verdeckt ermitteln darf, warum soll es die Sozialhilfebehörde einfach nach ihrem eigenen Gusto dürfen?]
Frage: Eine Zusammenarbeit mit der Polizei haben Sie also nie in Erwägung gezogen?Ich verstehe nicht, wo hier der Unterschied liegen soll, zumal die Polizei in Basel nichts anderes tut als die Detektive in Grenchen.
[Vielleicht weil das Gewaltmonopol beim Staat liegt und nicht bei "SoWatch"?]
Natürlich gab es Gespräche mit der Stadtpolizei. Die Fahndung einzusetzen, wie es in Basel geschieht, ist in Grenchen aber undenkbar, weil den Polizisten die Kapazitäten und die entsprechende Ausbildung in verdeckter Ermittlung fehlen. Einen Widerspruch sehe ich auch darin, dass ein Polizist, dessen Gesicht in der Stadt bekannt ist, plötzlich verdeckt ermitteln soll.
[Alles Deppen bei der Polizei? Wie sind die "S0Watch"-Detektive ausgebildet? Was ist SoWatch? (vgl. dazu meinen früheren Beitrag)]
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