Samstag, April 14, 2007

Polizei will Justiz in die Pflicht nehmen

Der offenbar desillusionierte Präsident der Polizeigewerkschaft stellt sein Konzept des Rechtsstaats der Neuen Luzerner Zeitung vor (vgl. die zugänglicheren Beiträge in Tages-Anzeiger und NZZ), das vielen Politikern gefallen dürfte. Hier ein paar Ausschnitte aus TA und NZZ mit meinen Klammerbemerkungen:
  • Lebenslange Stadien- und Rayonverbote, Heimspiele ohne Zuschauer: Der oberste Schweizer Polizeigewerkschafter fordert eine harte Hand, um der Gewalt rund um Fussballstadien Herr zu werden. (letztlich hilft nur eins: Keine Zuschauer in der Nähe der Stadien)
  • «Ich befürchte eher, dass es in den Fanmeilen bei den Public-Viewing-Veranstaltungen zu Problemen kommen kann». (Ja genau, die müssen verboten werden. Und bitte nicht auf halbem Weg Halt machen: Weg mit den privaten TV-Geräten! Dort haben wir ja noch immer keine volle Kontrolle)
  • Zwar spreche die Justiz Urteile aus, die mehr seien als nichts. Doch letztlich blieben diese wirkungslos. (mehr als nichts ist nicht genug. Weg mit der Justiz!)
  • «Jetzt können dann sogar Bussen auf Bewährung ausgesprochen werden. Das bringt doch alles rein gar nichts.» (dafür ist die Leigslative verantwortlich. Weg mit ihr!)
  • Buttauer sieht sich und seine Polizisten von der Justiz allein gelassen: «Wir können ja machen, was wir wollen, es ist nie recht.» (ja dann macht doch mal was ihr machen müsst und nicht was ihr machen wollt)

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